'Why Women Kill' -Bewertung: Eine stilvolle und freche 'Desperate Housewives' im Wandel der Zeit

'Mord bedeutet, niemals sagen zu müssen, dass es dir Leid tut' - Folge 101 - Im Bild: Lucy Liu als Simone aus der CBS All Access-Serie WARUM FRAUEN TÖTEN. Foto Cr: Ali Goldstein / CBS 2019 CBS Interactive, Inc. Alle Rechte vorbehalten.



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Der Schöpfer Marc Cherry hat nie einen häuslichen Mord begangen, den er nicht gerne ausnutzt. Mit seiner cleveren neuen CBS-All-Access-Serie „Why Women Kill“ untersucht der erfahrene TV-Produzent erneut, was es bedeutet, eine Frau zu sein - insbesondere eine, die ausgegrenzt, missbraucht oder für selbstverständlich gehalten wird - und gleichzeitig eine Unterströmung von Zungenbrechern. Wangengefahr. Die limitierte Serie fühlt sich an wie die Schwester von 'Desperate Housewives', seinem bahnbrechenden Mystery-Comedy-Drama, in dem es um die häuslichen Probleme, Geheimnisse und Verbrechen einer Gruppe von Frauen geht, die ein Gimmick benutzen. Anstatt die Geschichte aus der Sicht des Verstorbenen erzählen zu lassen, spielt „Why Women Kill“ mit der Zeit und lässt thematisch ähnliche Geschichten über verschiedene Jahrzehnte spielen.

Die Serie findet im selben Pasadena-Herrenhaus statt und beginnt 1963 mit der charmanten Hausfrau Beth-Ann (Ginnifer Goodwin), die entdeckt, dass ihr Ehemann eine Affäre hat. 1984 hat die fabelhafte Prominente Simone (Lucy Liu) eine ähnliche Epiphanie, mit der Ausnahme, dass ihr Ehemann auf Männer steht. Und schließlich ist der hochrangige Anwalt Taylor (Kirby Howell-Baptiste) 2019 in einer glücklichen, offenen Ehe, bis ein Liebhaber das heikle Gleichgewicht in der Ehe durcheinander bringt.

'Why Women Kill' ist ein visueller Leckerbissen, der von der fast schon farbigen Palette, die in den 60er Jahren verwendet wurde, um ein Douglas-Sirk-ian-Melodram hervorzurufen, bis zu den fabelhaften Exzessen von Lius Alexis Carrington-inspirierten Duds und Umgebungen reicht. Marc Webb („500 Days of Summer“) leitet die ersten beiden Teile, die Kritikern zur Überprüfung zur Verfügung gestellt werden, und nutzt clevere und reizvolle Übergänge, um Wechsel zwischen Jahrzehnten anzuzeigen.

Die Aufführungen sind gleichermaßen unterhaltsam, wobei Goodwins Beth-Ann das meiste Pathos hervorruft, während Liu ein Acht-Gänge-Menü (mit Weinpaaren) aus der unbewussten Oberflächlichkeit ihres Charakters zubereitet. Die allgegenwärtige Howell-Baptiste ist wie immer solide, obwohl ihr üblicher britischer Akzent fehlt. Die irrenden Ehemänner (Sam Jaegar, Jack Davenport, Reid Scott) werden ebenfalls alle mit energiegeladener Gelassenheit gespielt, wobei jeder von ihnen die Energien seiner Ehepartner auf dem Bildschirm abprallt.

Über diese ansprechenden Aspekte hinaus geht es jedoch um das Konzept, wie die Zeit in den Vorgängen eine Rolle spielt. Es geht nicht nur um Stützkleidung oder Schulterpolster, die die Handlungsstränge differenzieren, sondern auch darum, wie Frauen in der Gesellschaft in diesem Zeitraum ermächtigt oder ermutigt werden können. Die häusliche Rolle, die Beth-Ann spielt, bedeutet, dass ihr erster Instinkt, als sie die Untreue ihres Mannes erfuhr, sich stark von Simones Reaktion unterscheidet.

Ginnifer Goodwin und Alicia Coppola, 'Warum Frauen töten'

CBS All Access

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Da die Umstände jeder Frau unterschiedlich sind, ist es nicht wirklich klar, ob Handlungen und Konsequenzen eine direkte Folge des Schicksals der Frau im Leben, der tatsächlichen Details der Untreue oder der Persönlichkeit der Frau sind. 'Why Women Kill' ist jedoch keine tiefgreifende Übung des Feminismus durch die Geschichte. Es geht eher darum, mit den Konzepten zu spielen. Und das ist vollkommen in Ordnung, und deshalb kann man die pingeligen Aspekte des Geschichtenerzählens verzeihen, wenn alle visuellen Details auf dem Bildschirm so gut geliebt und präsentiert werden.

Die Gemeinsamkeit zeigt sich jedoch bereits in der ersten Episode, in der Beth-Anns gelehrige Unterwürfigkeit in Frage gestellt wird oder Taylor einen entscheidenden Rückzieher eines sexistischen Auftragnehmers machen muss, der versucht, Abstriche zu machen: Die Frau hat es immer und muss sich immer noch damit auseinandersetzen die Herrschaft von Männern, die ihr Privileg nicht verwirklichen.

Die (Marc) Cherry über dieser dreiteiligen Geschichte ist natürlich Mord, wie im Titel und den urkomischen Comic-inspirierten Haupttiteln erwähnt. Die große Wendung ist jedoch, dass der Mörder und der Tod in jedem Jahrzehnt nicht die erwartete sind, d. H. Es ist nicht die Frau, die ihren perfiden Ehemann verführt. Dies erhöht die Neugierde, da die Zuschauer genau nach Hinweisen Ausschau halten, um genau vorauszusagen, wie jeder Mord verlaufen wird.

Da nur die ersten beiden Folgen zu sehen sind, ist es schwierig festzustellen, wohin die Serie geht. Bisher scheint die Handlung der 60er Jahre die emotionalste, die der 80er die humorvollste und die der Gegenwart die verwirrendste zu sein. Es bleibt abzuwarten, ob das Endergebnis dieser ganzen Intrige zufriedenstellend sein wird, aber im Moment reichen der Bogenton und die visuelle Pracht der Serie aus, um für die Fahrt zu bleiben.

Note B

Sehen Sie sich den Trailer zu 'Why Women Kill' an:



'Why Women Kill' wird am Donnerstag, den 15. August, mit wöchentlich neuen Folgen auf CBS All Access uraufgeführt.



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