'Wanderlust' -Rückblick: Toni Collettes Dominanz von 2018 setzt sich in einer intelligenten Netflix-Serie fort, in der es um Sex geht

Toni Collette im Fernweh

Amanda Searle / Netflix

Toni Collette hat ein außergewöhnliches Jahr. Der 'Sixth Sense' - und 'United States of Tara' -Star wird für ihre 'Hereditary' -Darbietung mit verdienten Preisen bedacht, und während die Oscar-Saison voranschreitet, kommt eine weitere starke Erinnerung an ihr schauspielerisches Können. „Wanderlust“ ist eine Koproduktion von Netflix und BBC, die nichts mit David Wains gleichnamigem Film von 2012 zu tun hat, in dem Jennifer Aniston, Paul Rudd und Justin Theroux die Hauptrolle spielen suchen, um ihre Beziehung über Wasser zu halten.

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Zu gleichen Teilen einfühlsam und sengend, geht der Schöpfer Nick Payne ehrlich mit seinen Charakteren um und schafft im Gegenzug eine erste Staffel, die sowohl ermutigend als auch tragisch ist. Collette ist das Zentrum und führt das Schiff mit Sicherheit durch turbulente, emotionale Meere. Es gibt viel zu bewundern über 'Wanderlust', aber es hätte leicht in das große Unbekannte von Netflix 'zufriedenem Ozean driften können, ohne ihre präzise, ​​strukturierte Wendung. In einer entscheidenden Episode steuert sie das Schiff fast ganz alleine.

Die Pilotfolge von „Wanderlust“ ist fast eine Kopffälschung. Joy (Collette) und Alan (Steven Mackintosh) sind bequem verheiratet und haben drei Kinder. auch Bequem verheiratet, wirklich. Sex ist mechanisch geworden und jeder von ihnen juckt nach etwas Neuem, nach etwas Verbotenem. Für Alan ist er glücklich in der glückseligen Eintönigkeit der Ehe, aber er ist abgeneigt von Joys Desinteresse an ihm. Paradoxerweise wird Joys Desinteresse an Alan durch sein Festhalten an Wiederholungen getrieben. Sie möchte die Dinge durcheinander bringen - zum Beispiel ein abenteuerlicheres Sexualleben -, aber sie ist auch in der Genesung von einem lähmenden Fahrradunfall.

In diesem Unfall liegen die geheimen Ambitionen der Erzählung, die in Joys persönlicher Geschichte mit Beziehungen, ihren Eltern und Verlusten verstrickt sind. Aber das wird erst deutlich, nachdem sie und Alan mutige neue Entscheidungen getroffen haben. Alan gesteht sein Interesse an einer Kollegin seiner Schule, Claire (Zawe Ashton), während Joy gleichzeitig einen dringenden Wunsch nach einem zufälligen Typen in ihrem Schwimmkurs zum Ausdruck bringt. In einem gut geschriebenen Hin und Her von Payne kommt das Paar zu einer Einigung: Sie werden Sex mit anderen Menschen haben, um ihre Ehe zu retten.

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Toni Collette und Steven Mackintosh in 'Wanderlust'

Matt Squire / Netflix

Sex zu speichern die Ehe sagst du '>

Bald erreichen diese überlappenden, verwirrenden und widersprüchlichen Triebe einen Siedepunkt und ihre tieferen Motivationen werden enthüllt. Das Aufspüren der spezifischen Punkte wird erleichtert, da Joy als Therapeutin auf Beziehungsberatung spezialisiert ist - eine Anlaufstelle für die emotionale Darstellung auf dem Bildschirm -, aber das Gerät fühlt sich selten wie eine Krücke an. Ihre Therapiesitzungen sind gut und engagiert. Abgesehen davon, dass sie ihren inneren Gedanken eine Stimme verleiht, treiben sie die Geschichte in ein packendes Drama mit dem leisesten Hauch eines Geheimnisses, das es zu entschlüsseln gilt. Produziert von einer Reihe erfahrener britischer TV-EPs, darunter Roanna Benn und Jude Liknaitzky (beide von 'Doctor Foster') und Lucy Richer ('Ein sehr englischer Skandal'), sind die Folgen ausgesprochen selbstbewusst und fein geschnitten. (Eine solche Bearbeitungseffizienz ist bei Netflix eine Seltenheit, bei den BBC-Koproduktionen jedoch weniger.)

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Davon abgesehen kehrt „Wanderlust“ zu Collette zurück, der der Bildschirm eigentlich gehört. Joy hat viel Raum, um durch ein Drehbuch, das bewusst Geschlechterstereotype untergräbt - wie so viele männliche TV-Protagonisten vor ihr -, einen frischen Charakter zu kreieren. Sie ist diejenige, die nach lässigem Sex sucht, und oft bleibt sie allein, um ihre Entscheidungen zu überdenken oder neu zu bewerten - Collette schnell aber gründlich dekonstruiert sie ihren geschützten Charakter. Freude geht von sprudelnder Aufregung und ungebremster Leidenschaft zu einem verwundbaren Ball der Angst über. Sie ist in der Lage, eine sehr riskante Entscheidung kurz und bündig zu begründen, aber dann wird sie auf komplexe und befriedigende Weise mit der Wahrheit hinter diesen Wünschen konfrontiert.

Collette führt Joy mit der Überzeugung, an ihren Plan zu glauben, und der Kraft, die erforderlich ist, um zu erkennen, warum sie möglicherweise von etwas mehr als Langeweile getrieben wird, durch jede Phase. Die Schauspielerin hat mehr Zeit, um ihren Charakter in 'Fernweh' aufzubauen und zu zerlegen als in 'Hereditary', aber die Effizienz und Authentizität jeder Transformation ist bemerkenswert. Collette ist immer anwesend und lädt das Publikum ein, Joys kleinen Prozess mitzuerleben. Es ist genauso erfreulich, zu beobachten, wie sie auf die Entdeckungen der Figur reagiert, wie sie selbst entdeckt. 'Wanderlust' listet die Definition seines Titels in jeder Folge unter der Titelkarte auf - 'starkes Verlangen oder ein Impuls zum Wandern' - aber es geht nie verloren. Nicht mit Collette am Steuer.

Note: B +

'Wanderlust' Staffel 1 läuft jetzt auf Netflix.

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