RÜCKBLICK | Wacky Horror Parodie 'Tucker and Dale vs. Evil' ist ein One-Note-Romp

'Tucker & Dale vs. Evil' ist eine Komödie voller Irrtümer, die als Campy-Schlock getarnt sind und deren Genre-Wurzeln liebevoll aufgegriffen werden. Doch der erstmalige Regisseur Eli Craig bringt seine Idee zu einem Haufen freundlicher Hillbillies auf den Tisch, die für Serienmörder gehalten werden. Für alle, die von unzähligen Formelübungen enttäuscht sind, die den modernen Horror an frischen Ideen zerstören, ist „Tucker & Dale“ eine regelrechte kathartische Anklage, die den Vergleich mit dem „Scary Movie“ -Programm fördert. Meistens handelt es sich um eine clevere Parodie, die aus einem bestimmten Grund fürchterlich dumm aussieht.



Die Geschichte von Craig spielt in den klassisch gruseligen Appalachen von West Virginia, wo sich die Backcountry-Freunde Tucker (Alan Tudyk) und Dale (Tyler Labine) in einer abgelegenen Hütte im riesigen Wald aufhalten, um einen gemütlichen Treffpunkt zu finden. Dieser Traum ist von kurzer Dauer, dank einer invasiven Gruppe verängstigter College-Kinder, die in der Gegend campen und sofort annehmen, dass Tucker und Dale sie verfolgen. Der Film beginnt aus der Perspektive dieser Keks-Ausstecher-Gruppe und springt dann immer wieder zwischen ihren absurd falschen Schlussfolgerungen und den ahnungslosen Reaktionen von Tucker und Dale hin und her. Dale versucht, ein kleines Gespräch mit der niedlichen Allison (Katrina Bowden) zu führen und rettet sie vor dem Ertrinken, was ihre Freunde dann dazu bringt, anzunehmen, dass sie entführt wurde. Chaos entsteht.

Mit den Duellperspektiven erinnern sich die Charaktergruppen an verschiedene Filmkategorien: Tucker und Dale leben in einer müden Kumpelkomödie über nichts wissende Rednecks, während die rasenden Camper um einen Slasher-Film stolpern. Der zierliche, bärtige Dale fungiert als Costello für Tuckers Abbott, aber auch als Brücke zwischen den beiden kriegführenden Filmen im Zentrum der Erzählung. 'Ich habe dieses seltsame Gehirn', sagt er und 'Tucker & Dale Vs. Böse.'

Die adretten Camper tun so, als wären sie in einem „Freitag, dem 13.“ gefangen, sehen sich der Bedrohung durch Hinterwäldler gegenüber und sind gezwungen, schnell nachzudenken, um am Leben zu bleiben. Ihre Zahl nimmt rapide ab, da sie sich versehentlich bei einer Reihe grausamer Unfälle umgebracht haben, von denen zwei durch fehlgeleitete Selbstverteidigungsversuche aufgespießt werden. Es ist eine Form von grausamer Komödie, die irgendwo zwischen den Rube Goldberg-Possen von 'Final Destination' und der wachsenden Raserei von 'Cabin Fever' liegt, aber mit übermäßig satirischen Zielen als beides.

Trotz seines luftigen Unterhaltungswerts stellt Tucker & Dale eine Handvoll Ideen zusammen und wiederholt sie bis ins Unendliche. Der besonnene Tucker und der idiotensüchtige Dale sind liebenswert genug, um ein konstantes Maß an Unterhaltung aufrechtzuerhalten, aber es ist eine oberflächliche Erfahrung. Außerhalb der Antihelden ist Chad (Jesse Moss) die klügste Kreation, der teuflische Anführer der College-Crew, dessen gruselige Monologe über die Notwendigkeit des Überlebens ihn frühzeitig als wahren Psycho verdrängen. Als gehendes Klischee erweitert jeder Schritt, den er unternimmt, den Knebel ein wenig weiter und macht ihn zu einer lebendigen Pointe. Schließlich wird 'Tucker & Dale' zu dem dummen Film, über den man sich lustig machen will, aber die Reise dorthin hat eine Menge Anziehungskraft.

„Tucker & Dale“ wurde 2010 auf dem Sundance Film Festival uraufgeführt - im selben Jahr kroch Horrormüdigkeit in die Kinokasse, als der Revisionist „Paranormal Activity 2“ die neueste Fortsetzung von „Saw“ besiegte. Seitdem hat sich das Genre gesünder entwickelt. Das rasante Comic-Überlebensmärchen „You’re Next“, das derzeit vor der geplanten Veröffentlichung von Lionsgate für den Film „Next Halloween“ auf der Festival-Rennstrecke gespielt wird, hält sich an die Regeln des Genres und gibt ihnen gleichzeitig das Gefühl, wieder neu zu sein. Dieser große Horror könnte seinen Weg zurück in den Mainstream finden, was bedeutet, dass das Ziel von 'Tucker & Dale' nicht mehr existiert, aber es ist ein liebenswertes Stück aus dieser Zeit.

criticWIRE-Note: B

WIE WIRD ES SPIELEN? Magnet, Magnolias Genre-Arm, hat den Film bereits auf VOD veröffentlicht und wird diesen Freitag in limitierter Auflage im Kino erscheinen. Die Aussichten für das Theater sind gering, da es für ein großes Publikum keine großen Stars oder andere bedeutende Anziehungspunkte gibt, aber auf Nachfrage sollte es in der Lage sein, ein dankbares Publikum zu finden.



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