RÜCKBLICK | Anne Hathaways falscher Akzent ist nicht das Einzige, was mit 'One Day' falsch ist

Anne Hathaways falscher britischer Akzent ist vielleicht die erste offensichtliche Einbildung in 'One Day', aber nicht die schwerfälligste. Diese Unterscheidung gehört zur namensgebenden Struktur, einem klaustrophobischen Mittel, das einem Paar bester Freunde über einen Zeitraum von 22 Jahren folgt, jedoch nur in vielen Versionen vom 15. Juli.



Von Anfang bis Ende in diese bedrückende Struktur eingebunden, startet „One Day“ seinen Ton immer wieder neu. Die platonische Beziehung der jüngsten College-Absolventen Emma (Hathaway) und Dexter (Jim Sturgess) wirkt zunächst wie eine gelassene Interpretation von „Als Harry Sally traf“, bevor sie in dunkleres Gebiet abdriftet. Von Jahr zu Jahr vermeidet „One Day“ jedoch, die Geschichte zu konkretisieren, und erzählt sie immer wieder.

In Anlehnung an David Nicholls 'Roman von Lone Scherfig (in Zusammenarbeit mit Nicholls' Drehbuch) findet 'One Day' die Regisseurin mit genügend Schwung aus dem Erfolg ihres scharfsinnigen Stücks 'An Education', um einen ähnlich heiklen Zweihander zu liefern, aber in In diesem Fall fehlt der Erzählung ein strategischer Zweck. Nachdem Emma und Dexter sich 1988 darauf geeinigt haben, Freunde zu bleiben, wenn ihre Possen im Schlafzimmer nicht aufhören, werden sie zu Beratern in ihren wechselnden Lebensstilen. Während Emma in einer Sackgasse mit Kellnerinnen steckt und Dexter sich in einen düsteren Fernsehstar verwandelt, schauen sie sich gegenseitig an, um ihre Beschwerden zu verbreiten.

Die Zeit vergeht mit der Leichtigkeit der Beschriftung, die wiederholt auf dem Bildschirm erscheint. Die Kinematografie von Benoit Delhomme verleiht dem Geschehen eine sonnige, ausdrucksstarke Atmosphäre, und ein chronologisch kluger Soundtrack versetzt uns in jede neue Periode, indem er die Singles des Augenblicks spielt. Die Schauspieler versuchen, die Abnutzungserscheinungen des Alterns in praktisch jeder anderen Szene zu zeigen, aber die Geschwindigkeit ihres Fortschritts wird mühsam. Scherfig drückt ständig auf den Neustartknopf und rückt die Schauspieler von Jahr zu Jahr näher zusammen, ohne sie jedoch in die gleiche melodramatische Romantik zu versetzen.

In „One Day“, einem 22-jährigen Auf und Ab, schwankt zwischen Emmas unzufriedener Beziehung mit einem lustlosen Comic (Rafe Spall) und Dex 'Kummer über eine entfremdete Beziehung mit seiner verstorbenen Mutter (Patricia Clarkson). Im Dialog (und manchmal im Urlaub) werden die beiden Kumpels immer sicherer, dass sie zusammengehören. Für eine Weile funktioniert diese rituelle Anerkennung dank der grundsätzlichen Anziehungskraft, die beide Akteure auf ihre immer einsamen Charaktere ausüben. Aber die Geschichte erlaubt es ihnen niemals, sich über die Handlungsanforderungen hinaus zu entwickeln, dass sie alle paar Minuten etwas älter und weiser werden.

Nach einem Dutzend Jahre dauernden Szenen bleibt 'One Day' stehen, bevor es in die Enge gleitet. Scherfig lenkt den knappen Austausch und den kratzenden Ausdruck der Montagewünsche der beiden Leitungen, findet jedoch nicht das Bindegewebe, um alles miteinander zu verbinden. 'One Day' ist eine Folge von Kurzfilmen, die jeweils das Potenzial für eine größere Geschichte aufzeigen, die im Kontext eines anderen unerforschten Jahres verborgen bleibt. Als einzelnes Werk handelt es sich jedoch nur um eine Reihe von Überarbeitungen.

criticWIRE-Note: B-

WIE WIRD ES SPIELEN? Mit dem Charisma der beiden Leads und einem Einzelblatt, das eine sanfte Gegenprogrammierung für den Sommer zum größeren Blockbustertarif suggeriert, dürfte „One Day“ am ersten Wochenende in limitierter Auflage solide Geschäfte an der Abendkasse machen, wird dies aber wahrscheinlich nicht Gewinnen Sie viel Traktion in der Award-Saison.



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