Die besten Filme des Jahres 2016

Eric Kohn, stellvertretender Herausgeber und Chefkritiker

10. 'Der Schatz'

Diese überraschend warmherzige rumänische Aktion von Corneliu Porumboiu, dem Direktor von 'Police, Adjective', sieht einen gutmütigen Arbeiter, der in die eigentümliche Anstrengung investiert ist, seinem Nachbarn zu helfen, unter einem alten Familienbesitz vergrabene Schätze zu finden. Aus der Inszenierung einer toten Komödie, in der das hohe Heulen eines Metalldetektors zu einem urkomischen Audiomotiv wird, das Jacques Tati würdig ist, verwandelt sich „The Treasure“ in einen bizarren Thriller über die rumänische Bürokratie - nicht unähnlich dem Ende von Porumboius brillanter „Polizei“ , Adjektiv “, in dem sich die Schlussfolgerung um einen Vorgesetzten drehte, der seinen Angestellten zwang, mehrere Wörter in einem Wörterbuch nachzuschlagen. Im Fall von 'The Treasure' werden Costi und sein Nachbar vor staatlichen Vorschriften gewarnt, die sie zwingen, alle gefundenen Reichtümer zu melden. Unabhängig davon, ob sie etwas Wertvolles entdecken oder nicht, müssen sie denselben eintönigen Regeln unterliegen, die ihre Arbeiterklasse bestimmen. Porumboiu schafft es, diese berauschende These mit einer entwaffnenden Leichtigkeit zu liefern, was wir in anderen Filmen seinesgleichen noch nie gesehen haben. Das triumphale Finale legt nahe, dass der Sieg nicht in materiellen Gütern liegt, sondern in der Art und Weise, wie wir sie wahrnehmen.

'Die Passungen'

9. 'The Fits'

Anna Rose Holmers erstes Feature ist ein surreales Porträt einer unwahrscheinlichen jungen Heldin. Die elfjährige Toni (Breakout Royalty Hightower) strebt an, Tänzerin zu werden, während sie das Boxtraining in ihrem Cincinnati-Jugendzentrum absolviert. Als eine konvulsive Krankheit beginnt, einige ihrer Mittänzer zu treffen, verwandelt sich 'The Fits' allmählich in einen 'Twin Peaks' -ähnlichen Blick auf die Entfremdung der Gemeinschaft. Die erstaunlich subtilen Performances von Hightower passen perfekt zum rhythmischen Porträt des Films über die Mysterien und die Entfremdung der Jugend. Holmers Fähigkeit, in der wundersamen Perspektive ihrer jungen Protagonistin zu bleiben, erfüllt 'The Fits' mit einer entwaffnenden Einfachheit, die auch zutiefst ergreifend ist.

8. 'Krisha'

Mehr als einmal in Drehbuchautor und Regisseur Trey Edward Shults ’; grimmig faszinierendes Drama 'Krisha', schließt die Kamera langsam auf das unruhige Gesicht des Titelcharakters. Krisha (Krisha Fairchild, die Tante der Filmemacherin) trägt mit ihren verdorbenen Gesichtszügen, eingesunkenen Augen und ungepflegten weißen Haaren den heruntergekommenen Look einer Frau, die von einer Welt verblüfft ist, die sich ihr entzogen hat. Shults ’; Eine schwindelerregende Filmtechnik ergänzt diesen fernen Blick, während er den Versuch der Alkoholikerin aufzeichnet, ihre entfremdeten Verwandten davon zu überzeugen, dass sie es geschafft hat, ihr Leben im Verlauf eines Thanksgiving-Dinners zu stabilisieren, das sich in Chaos verwandelt. Es ist keine Überraschung, dass die Dinge nicht wie geplant verlaufen, aber „Krisha“ hat ein außergewöhnliches Geheimnis um die Natur der Probleme des Charakters - und ob sie die Fähigkeit besitzt, sie zu kontrollieren.

'Knight'

7. 'Ritter'

Ein frühes Plakat für Athina Rachel Tsangaris 'Chevalier' aus Griechenland zeigt den kryptischen Slogan 'Ein Film ohne Freunde', der die Macho-Rivalitäten in der Mitte treffend beschreibt. Tsangaris erfinderische Geschichte handelt von sechs anscheinend wohlhabenden Männern auf einem Schiff in der Ägäis, die ein vage definiertes Spiel spielen, um herauszufinden, welches von ihnen die größten Merkmale aufweist. Es ist nie ganz klar, ob sie alle nur herumalbern oder einen tieferen Drang verspüren, in ihrem exzentrischen Wettbewerb zu triumphieren. Die einzige Gewissheit ist, dass Tsangari - dessen „Attenberg“ eine schöne und unkonventionelle Geschichte des Erwachsenwerdens war - eine weitere faszinierende und durch und durch originelle Charakterstudie geliefert hat, die diesmal als passende Metapher für die größeren Probleme Griechenlands dient.

6. 'Jeder will etwas !!'

Richard Linklaters Filme sind mit energetischen Beobachtungen in kleinen Dosen gefüllt. Dichtes philosophisches Geschwafel umgibt die leiseste Handlung; eine ungezwungene Atmosphäre trifft auf Existenzialismus. Die College-Baseball-Komödie „Everybody Wants Some !!“ wurde lange Zeit als „spirituelle Fortsetzung“ seines High-School-Klassikers „Dazed and Confused“ aus den Siebzigern diskutiert und nur wenige Jahre später eingestellt. Sie enthält viele der besten Zutaten Während der gesamten Karriere von Linklater: Eine unbeschwerte Lebenseinstellung gepaart mit genaueren Beobachtungen über die tieferen Geheimnisse.

Wie bei seiner mitreißenden 'Vorher' -Trilogie und dem ambitionierten 12-jährigen Produktionszyklus von 'Boyhood' spielt auch der neue Film geschickt mit der Zeit. In den letzten Sommertagen eines kleinen texanischen Colleges, an dem die Verantwortung des Erwachsenenalters nur außerhalb des Rahmens liegt, entfaltet sich „Everybody Wants Some !!“, das drei Tage harte Party-Possen in etwas weniger als zwei Stunden einschließt. Endlos charmant und hinterhältig verkörpert 'Everybody Wants Some !!' die einzigartige Fähigkeit von Linklater, menschliches Verhalten mit Leichtigkeit zu verstärken. 'Jeder will etwas!' Hat nichts Auffälliges an sich, aber das ist die Brillanz. Das Leben schleicht sich an dich heran, und Richard Linklater Filme auch.

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