Staffel 2 der „American Gods“: Nur ein Schatten dessen, was hätte sein können (spoilerfrei)

Ian McShane und Ricky Whittle in 'American Gods'



Jasper Savage / Starz

'Weiter' ist ein schmutziges Verb, wenn es um Fernsehsynopsen geht. Wenn die beste Beschreibung, die Sie für das Geschehen finden können, auf 'mehr Gleiche' hinausläuft, nehmen Sie entweder die episodische Natur Ihrer Serie an ('NCIS' kann 'Continue' so oft verwenden, wie es will). Übervorsicht gegenüber Spoilern (a la jene vagen 'Mad Men' -Zusammenfassungen), oder Sie stecken in einem passiven Zyklus der Inaktivität. Option C scheint der Fall für 'American Gods' zu sein, das Starz-Drama, das sich lieber weiter auf den Krieg zwischen neuen und alten Göttern vorbereitet, als den eigentlichen Kampf zu beginnen.



liebe weiße Leute Synopse

Natürlich haben 'American Gods' das Glück, überhaupt weiterzumachen. Wenn die zweite Staffel beginnt, wird die Premiere am 10. März ungefähr sechs Wochen vor dem zweijährigen Jubiläum der Serie stattfinden. Das ist eine lange Zeit, um für eine Show aus der Luft zu gehen, aber vor allem für ein ehrgeiziges, undurchsichtiges und insgesamt enttäuschendes Neuling-Drama.



Die Zuschauer hatten nie die Absicht, so lange zu warten. Nach der ersten Staffel verließen die Showrunner Bryan Fuller und Michael Green die Serie wegen finanzieller und kreativer Differenzen mit dem Produzenten FremantleMedia North America. Jesse Alexander, häufiger Fuller-Mitarbeiter, trat ein, um sie zu ersetzen, doch die Beteiligung des ursprünglichen Erfinders Neil Gaiman war umstritten. (Er hat an seiner anderen TV-Adaption bei Amazon gearbeitet, 'Good Omens'.) Außerdem werden berühmte Cast-Favoriten wie Gillian Anderson und Kristin Chenoweth (die Fuller nahe stehen) ihre Rollen nicht wiederholen und die beeindruckende Besetzung ein wenig hinterlassen weniger verlockend.

Hinter den Kulissen hat sich so viel verändert, dass eine visuell glänzende und dennoch narrativ stagnierende Serie so bleibt, wie sie ist - nun, herzlichen Glückwunsch, Starz, Sie haben es beinahe geschafft. Die Show muss aus irgendeinem Grund weitergehen und Staffel 2 schafft es in den ersten Folgen genau das: weiter.

Orlando Jones in 'Amerikanischen Göttern'

Starz

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Die ersten drei Episodenbeschreibungen lassen keine Spoiler aufkommen und lassen ein Gefühl des ewigen Wartens aufkommen: In der Premiere setzt Mr. Wednesday, alias Odin (Ian McShane), sein Streben fort, die alten Götter gegen die neuen Götter zu vereinen - so auch In Episode 2, „The Beguiling Man“, beginnt Mr. Wednesday mit der Vorbereitung auf einen großen Kampf. Dies ist nur eine andere Art zu sagen, dass er immer noch das tut, was er in den letzten neun Folgen getan hat. In Episode 3 erhält er 'Hilfe von [jemandem] beim Schmieden eines Bündnisses', was für den bevorstehenden Krieg hilfreich sein wird, aber wenig dazu beiträgt, die Geschichte voranzubringen.

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Natürlich gibt es auch andere Handlungsstränge, um die Fans zu unterhalten, obwohl keiner so packend ist. Viele konzentrieren sich auf die Einführung neuer Charaktere (genau wie in Staffel 1). Eine davon ist eine 'Schifffahrtsphantasie', die Spaß machen würde, wenn man sie sich ansieht, aber auf lange Sicht nicht besonders aussagekräftig erscheint. Einige Vorstellungen stechen hervor, wie Pablo Schreibers hart sprechender, weichherziger Kobold und Emily Brownings ungeduldiger, langsam sterbender Zombie - während andere sich nicht ganz über das Übliche erheben. (Wie auch immer er es versuchen mag, Ricky Whittle hat Shadow noch nicht dazu gebracht, sich menschlich genug zu fühlen, um sich darum zu kümmern.) McShane scheint sich derweil über das eisige Tempo von Mr. Mittwochs Plan so sehr zu freuen, dass Sie es ihm übel nehmen, so schwindlig zu sein.

Eine ähnliche Reaktion ergibt sich aus der üppigen Optik und dem Design der elektrischen Produktion. Der Look von „American Gods“ erwacht nicht ganz so zum Leben wie in Staffel 1 - Fullers dunkler Sinn für Humor ist schwer zu ersetzen - und obwohl die kreative Eleganz erhalten bleibt, ist es leicht, den üppigen Look der Show zu verachten, wenn Es fühlt sich so an, als ob nichts passiert. Es ist, als ob Alexander sich in der Schönheit seiner Kreation verirrt und die Geschichte vergessen hätte - was, um fair zu sein, auch in Staffel 1 geschah.

'Amerikanische Götter' begannen mit so viel Versprechen. Es hatte ein Funkeln im Auge, ein bewundertes Buch im Kern und Geschichtenerzähler, die vor Aufregung strotzten, um ihre Vision zu teilen. Aber all dieses Potenzial war am Ende der ersten Staffel erschöpft, als sogar die ursprüngliche Kontur zu einem weniger als atemberaubenden Ende hinkte. Nach all der Arbeit, die geleistet wurde, um die Show am Laufen zu halten - und dem sehr realen Risiko, dass sie möglicherweise nicht weiterläuft -, würde man auf mehr Dringlichkeit auf dem Bildschirm hoffen. Stattdessen geht es einfach weiter, als würde sich nichts ändern und nichts wird.

Note: C +

'American Gods' Staffel 2 Premiere Sonntag, 10. März um 20.00 Uhr ET auf Starz.



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